Während der Bauarbeiten zur umfassenden Renovierung bespielte das Museum das ehemalige Schauspielhaus (Museum X). Die Verwaltung wurde in einer städtischen Villa direkt am jetzigen Haupteingang des Museums an der Krichelstraße untergebracht. Der Museumseingang mit einer Brücke über der Abteistraße war ursprünglich als Direktverbindung zur Fußgängerzone (Hindenburgstraße) vorgesehen; diese Konzeption wurde seinerzeit jedoch so nicht realisiert, so dass der eigentliche Haupteingang des Museums heute eher versteckt gelegen ist und vom Publikum kaum genutzt wird.
Unter dem neuen Projekttitel Temporäre Stadt an besonderen Orten (vorm. Temporäre Architektur an besonderen Orten) wurde die Anbindung des Museum Abteiberg an die Stadt Mönchengladbach von vier Hochschulen im Rahmen eines studentischen Wettbewerbes bearbeitet.
Die Architekturstudenten Moritz Gerigk, Thomas Herbert und Jens Paprotta von der Fachhochschule Bochum bei Prof. Andreas Fritzen konnten diesen Wettbewerb im Frühjahr 2007 mit ihrer temporären Treppen-Brücken-Konstruktion für sich entscheiden. Damit wurde die einst geplante Wegeverbindung zeitweise in Szene gesetzt. Ab dem 14. September 2007 gelangte man für drei Wochen über einen 16 Meter hohen Treppenturm von der Fußgängerzone aus in Schwindel erregende Höhe auf ein Hoteldach und hatte von dort einen atemberaubenden Blick auf die Mönchengladbacher Innenstadt. Wer keine Höhenangst hatte, lief weiter über eine Brücke rund 50 Meter bis zum nächsten Dach. Hier führte der Treppenturm wieder hinunter zur Krichelstraße.
Die Realisierung des Wettbewerbsgewinners soll innovative Ansätze zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Raumes zwischen der zentralen Einkaufsstraße und dem Museum aufzeigen. Experimente sollen auch in den kommenden Jahren Anlass bieten, neue Lösungen für schwierige stadträumliche Situationen zu finden.
Die Dokumentation stAIRWAYs liegt seit Ende März 2008 vor, ist aber inzwischen vergriffen. Auf unserer Internetseite unter dem Stichwort Publikationen/Blaue Reihe (www.stadtbaukultur.nrw.de/publikationen/blauereihe) haben Sie die Möglichkeit, die Dokumentation als pdf-Dokument herunter zu laden.
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