Temporäre Stadt an besonderen Orten – Pécs

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Realisierung 2010 Chairs in Pécs – Weiße Hocker wandern durch die Stadt // Am 10. Oktober ging die Realisierung des Gewinnerentwurfs "2010 Chairs" erfolgreich zu Ende. Eine Woche lang hatten kleine weiße Sitzmöbel in der ungarischen Kulturhauptstadt für einen neuen Blick auf den öffentlichen Raum gesorgt. In unterschiedlichen Formationen – gestapelt, aufgereiht, haufenweise und in Kreisen – tauchten sie nacheinander an mehreren Plätzen auf. Nach einer großen Faltaktion an der Universität startete die Intervention mit einem Flash Mob: Schüler trugen die Hocker auf den Szécheny tér, den Hauptplatz von Pécs. Hier wurde „2010 Chairs“ gemeinsam mit Vertretern von StadtBauKultur NRW und den Kulturhauptstadtorganisationen RUHR.2010 und Istanbul 2010 feierlich eröffnet. Die interaktive Installation reiste anschließend zum Vasarely- und weiter zum 48-as Platz, wo ein kreativer Hocker-Spielplatz für Kinder entstand. An der neueröffneten Kaptár Bibliothek verwandelte man den Parkplatz in eine futuristische Landschaft und feierte in der kalten ungarischen Abendluft zu elektronischen Sounds. Am letzten Tag der Realisierung wurde ein Teil der Hocker dem neuen Zsolnay Cultural Quarter übergeben, das Ziel und Abschluss der Wanderung war.

Der prämierte Entwurf von Daniel Spruth und Sofia Rivadeneira von der RWTH Aachen wurde im Oktober des Kulturhauptstadtjahres 2010 in Pécs realisiert. Der Gewinnerentwurf sieht vor, 2010 Hocker auf strategisch günstigen Plätzen entlang der Verbindungsachsen zwischen den Vierteln aufzustellen und damit eine Einladung an die Passanten auszusprechen – sowohl zum Verweilen als auch dazu aktiv zu werden.

Gewürdigt wurden neben dem Gewinnerentwurf auch die Entwürfe "SHARED  QUARTERS" und "UNDER CONSTRUCTION".
In der Jury saßen dieses Mal András Horváth, Präsident der Südtransdanubischen Architektenkammer, Tamás Szalay, Pécs2010, Katja Aßmann, RUHR.2010, Mete Tapan, Istanbul2010, und der Architekt Ákos Hutter.

Symposium Kulturhauptstädte Europas 2010: Ruhrgebiet – Istanbul – Pécs // Was sind die Gründe dafür, dass Pécs 2010 eine aufregende und attraktive Stadt für Bewohner und Touristen wird? Unter dieser Fragestellung fand als Auftaktveranstaltung am 24. April 2009 in Pécs, die Universitätsstadt im Südwesten Ungarns, das zweite Symposium des trinationalen Wettbewerbs Temporäre Stadt an besonderen Orten in Pécs statt. Thema war die Entwicklung Pécs für das Jahr 2010 und darüber hinaus. Lokale Planer und Architekten stellten ihre Projekte und Programme vor, um den Teilnehmern aus Istanbul und Nordrhein-Westfalen einen Überblick über die Situation und Entwicklung in Pécs zu geben. Welche Impulswirkung von temporären Projekten und Installationen ausgehen können, erläuterten verschiedene Künstler aus Ungarn, der Türkei und Österreich anhand ihrer Projekte und Erfahrungen. Dass kurzfristig angelegte Projekte eine solche Impulskraft haben können, dass sie sich zu einem langfristigen Programm entwickeln, darin waren sich die Teilnehmer des Symposiums einig.

Im Anschluss an die Konferenz eröffnete Prof. Dr. Zoltán Bachman die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten aus dem Studentenworkshop in Duisburg zur Anbindung des Duisburger Binnenhafens an die Innenstadt.

Städtebauliches Symposium am 24. April 2009 in Pécs mit Dr. Bálint Bachmann, Universität Pécs, Csaba Ruzsa, Pécs2010 Management Centre, Dr. Mátyás Hübner, Universität Pécs, János Gyergyák, Universität Pécs, Dr. Kovács-Andor Krisztián, Universität Pécs, Anna Mária Tamás, Universität Pécs, Pintér Tamás, MCXVI Architectstudio, Varga Rita, Közelítés Mvészeti Egyesület, Markus Hiesleitner, Künstler, Wien, Márton Szuhay, LABOR Kulturális Szolgáltató Szociális Szövetkezet, Prof. Bernd Borghoff, Universität Siegen, Päivi Kataikko, Technische Universität Dortmund und Ulrike Rose, StadtBauKultur NRW, moderiert von Ákos Gocsál, Universität Pécs.

Themenstellung des tri-nationalen studentischen Wettbewerbs Integration des neuen Kulturquartiers mit dem „House of Youth“ in die Nachbarschaft der noch aktiven Porzellanmanufaktur Zsolnay und Entwurf für das „House of Youth“ // Als zweite Stadt im Dialog der Kulturhauptstädte 2010 lud Pécs vom 24. bis 29. April 2009 etwa 40 Studierende aus der Türkei, Deutschland und Ungarn ein, um an der Fragestellung zu arbeiten, wie man die Innenstadt von Pécs an das größtenteils brachliegende Gelände der Keramikfabrik Zsolnay anbinden kann. Das Gelände soll sich ab 2010 mit der Eröffnung des neuen „House of Youth“ nach und nach zu einem Zentrum der Kultur in Pécs entwickeln. Um diese neue Funktion besser in der Stadt zu etablieren, soll die Verbindung mit der Innenstadt neu bedacht werden.

Aufgeteilt in acht Analysegruppen beschäftigten sich die Studierenden mit der Analyse der räumlichen Gegebenheiten vor Ort und der Frage, wie man die Innenstadt und das brachliegende Fabrikgelände miteinander räumlich und funktional besser verbinden kann. Im Gegensatz zum Workshop in Duisburg wurde hier die Aufgabenstellung denkbar frei formuliert; es lag in der Hand der Studierenden jeder Kleingruppe, was sie für interessant und bearbeitungswürdig ansahen. Jede Arbeitsgruppe präsentierte zur Abschlussveranstaltung am 29. April 2009 ihre persönlichen Analyseergebnisse und zum Teil auch schon erste Lösungsansätze.

Der prämierte Entwurf von Daniel Spruth und Sofia Rivadeneira von der RWTH Aachen wurde im Oktober des Kulturhauptstadtjahres 2010 in Pécs realisiert. Der Gewinnerentwurf sah vor, 2010 Hocker auf strategisch günstigen Plätzen entlang der Verbindungsachsen zwischen den Vierteln aufzustellen und damit eine Einladung an die Passanten auszusprechen – sowohl zum Verweilen als auch dazu aktiv zu werden. Gewürdigt wurden neben dem Gewinnerentwurf auch die Entwürfe "SHARED QUARTERS" und "UNDER CONSTRUCTION".
In der Jury saßen dieses Mal András Horváth, Präsident der Südtransdanubischen Architektenkammer, Tamás Szalay, Pécs2010, Katja Aßmann, RUHR.2010, Mete Tapan, Istanbul2010, und der Architekt Ákos Hutter.

 

 

 
Interview Daniel Spruth und Sofia Rivadeneira
 
Symposium & Workshop