Landeswettbewerb Wohnungsbau 2006
Junge Quartiere für das Wohnen im Alter

Träger
Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (ehem.)
Kooperationspartner
Architektenkammer NRW
Thema
Gestaltqualität
Art
Wettbewerb
Preisverleihung
Ort
NRW
Laufzeit
2006 ff.
Publikation
Landeswettbewerb Wohnungsbau 2006 – Junge Quartiere für das Wohnen im Alter
Info
» www.aknw.de
» Junge Quartiere für das Wohnen im Alter (pdf 6,8 MB)


© MBV

Mit dem Landeswettbewerb 2006 sollten Bebauungskonzepte zum Wohnen im Alter auf innerstädtischen Brachflächen in gemischt strukturierten Quartieren öffentlichkeitswirksam entwickelt werden. Mit ihm wurden die neuesten Entwicklungen im Wohnungsbau zum demografischen Wandel aufgegriffen und architektonisch hochwertige Lösungen für zwei innerstädtische Quartiere in Münster und Düsseldorf erarbeitet. Der Landeswettbewerb wurde als begrenzter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren durchgeführt. Schlusstermin für Bewerbungen war im August 2006, die Jurysitzungen fanden Anfang Dezember 2006 statt. Die Preisträger wurden am 29. Januar 2007 wurden im Düsseldorfer Haus der Architekten (AKNW) vom ehemaligen Bauminister Oliver Wittke und Kammerpräsident Hartmut Miksch in Düsseldorf bekannt gegeben.
Mit dem Thema sollten beispielgebende Impulse für das Wohnen im Alter gefunden werden. Dabei waren generationsübergreifende Wohnquartiere zu entwickeln, die eine hohe Wohnqualität für alle Interessenten mit den Anforderungen an Unterstützung, Betreuung und Pflege für Ältere miteinander kombinieren. Es sollten unterschiedliche Wohnangebote an der Schnittstelle von Wohnen und Pflege zu entwickelt werden, die auch gemeinschaftliche Wohnformen berücksichtigen. Die Konzeption musste die Vielschichtigkeit der heutigen Lebensstile widerspiegeln.
Mit dem Wettbewerb sollten Lösungen entwickelt werden, die durch ihre besondere bauliche Qualität (Städtebau und Wohnungsbau) einen Beitrag zum innerstädtischen Wohnen leisten und Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit geben, auch im Alter im angestammten Quartier eine hochwertige Wohnform zu finden. Dabei war die Ausstrahlwirkung der Planung auf umliegende Stadtquartiere zu berücksichtigen. In diesem Kontext ist der Wettbewerb ein Projekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.
Im Wettbewerb ging es primär um innerstädtische Flächen bzw. Brachflächen, die für eine Wohnbebauung mittlerer Größenordnung von etwa 50 bis 250 Wohneinheiten aktiviert werden sollen. Angestrebt wird eine Mischung von öffentlich gefördertem und freifinanziertem Wohnungsbau. Die Teilnehmer sollten sich insbesondere auch mit typischen innerstädtischen Standortkonflikten wie Lärm oder Altlasten auseinandersetzen. Gleichzeitig sollte der Wettbewerb eine Vielfalt von Lösungsansätzen hervorbringen. Aus diesem Grunde wurde der Wettbewerb an zwei konkreten Standorten in Düsseldorf und Münster zeitgleich ausgelobt und verwirklicht. Zur Darstellung der im Rahmen des Wettbewerbes gefundenen Lösungsansätze waren von den Teilnehmenden städtebauliche Rahmenkonzepte, skizzenhafte Vorentwürfe und beispielhafte Objektplanungen gefordert.

Die Preisträger für den Standort Düsseldorf:
1. Preis: Architekt Florian Krieger | Darmstadt
2. Preis: Niemann + Steege | Düsseldorf
3. Preis: Blauwerk Architekten Kern und Schneider | München
4. Preis: Jastrzembski Kotulla Architekten | Hamburg
Anerkennung erhielten die Arbeiten der K9 Architekten Borgards-Lösch-Piribauer (Freiburg) und der Architekt Uwe Stephan-Jasper (Köln).

Die Preisträger für den Standort Münster:
1. Preis: Architekt Jan-Röttger Sternel | Köln
2. Preis: Architekturbüro Fritzen + Müller-Giebeler | Ahlen
3. Preis: Böwer Eith Murken, Freie Architekten | Freiburg
3. Preis: Berg Planungsgesellschaft mbH & Co. KG | Münster
Anerkennungen wurden ausgesprochen für die Arbeiten des Architekturbüros Harter + Kanzler (Freiburg) sowie die Arbeitsgemeinschaft Architekturbüro Baumewerd (Münster) mit Pfeiffer-Ellermann-Preckel GmbH (Lüdinghausen) sowie Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH (Dülmen).

Der Wettbewerb ist Bestandteil des Projektes Neues Wohnen. Dieses fasst die drei Landeswettbewerbe Wohnungsbau, Innovationspreis Wohnungsbau und Auszeichnung vorbildlicher Bauten zusammen. Die gemeinsam vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (ehem.) und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen durchgeführten Wettbewerbs- und Auszeichnungsverfahren wechseln sich in regelmäßigem Turnus ab.

 

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