Eichbaumoper
Träger
raumlabor Berlin,
Ringlokschuppen Mülheim,
Schauspiel Essen,
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Kooperationspartner
Stadt Mülheim,
MVG (Mülheimer Verkehrsbetriebe),
Kunststiftung NRW,
Kulturstiftung des Bundes,
Stiftung Mercator,
StadtBauKultur NRW,
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen,
RaAntec
SWB
Thema
Modellhafter Transformationsprozess
Ort
Haltestelle Eichbaum, Linie U18, Mülheim an der Ruhr
Laufzeit
September 2008 bis Juli 2009
Art
Vision der Transformation der U-Bahnstation Eichbaum
Info
» www.eichbaumoper.de
» www.eichbaum countdown.com
» www.raumlabor-berlin.de
» www.theater-essen.de
» www.ringlokschuppen.de |
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© Eichbaumoper | U-Bahnhaltestelle Eichbaum, Mülheim | raumlabor Berlin (Modellhafter Transformationsprozess) | Foto: Rainer Schlautmann, Oberhausen
Eichbaum muss Oper werden! Das Musiktheater im Revier (MIR) Gelsenkirchen, das Schauspiel Essen, der Ringlokschuppen Mülheim und das Büro raumlabor_berlin (Architekten) haben gemeinsam an der Realisierung der Vision Eichbaumoper gearbeitet und sie zur Premiere am 24. Juni 2009 gebracht. Eine Vision der Transformation der U-Bahnstation Eichbaum in der Peripherie zwischen Mülheim und Essen in ein Opernhaus. In einer Opernbauhütte vor Ort entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Spezialisten der Disziplinen Komposition, Text und Raum in Auseinandersetzung mit den alltäglichen Bedingungen des Ortes eine neue Form von Oper. Mit der Opernbauhütte ist in der Zwischenzeit ein Ort entstanden, der den Bürgern im Stadtteil als Anlaufstelle und verschiedensten Veranstaltungsformaten als ein Zuhause dient. So auch der OpernbauBar, die nach den Vorstellungen der Eichbaumoper zum geselligen Beisammensein einlud. Begleitend fand am 29. Januar 2009 im MIR in Gelsenkirchen das Symposium „Theater baut Stadt. Ein Symposium über Strategien zur Aktivierung von öffentlichem Raum“ in Kooperation mit dem Europäischen Haus der Stadtkultur statt. Gemeinsam mit Werner Ruhnau, dem Architekten des MIR, und vielen anderen interdisziplinären Referenten wurden die Fragen diskutiert: Was hat Theater mit Stadt zu tun? Welche Potenziale finden sich im öffentlichen Raum? Welche Einflüsse ergeben sich für die Stadtplanung? Können temporäre Projekte wie die Eichbaumoper nachhaltig urbane Prozesse beeinflussen oder mitgestalten? Die Eichbaumoper und das Engagement der beteiligten Künstler, Architekten, Theatermacher haben es geschafft, dass sich mittlerweile Verwaltung und Politik der Stadt Mülheim sowie das Land Nordrhein-Westfalen wieder für diesen Ort zuständig fühlen und über zukünftige Lösungsstrategien beraten. |
"Theater baut Stadt" – Symposium am 29. Januar 2009 über Strategien zur Aktivierung von öffentlichem Raum. Was hat Theater mit Stadt zu tun? Welche Potenziale finden sich im öffentlichen Raum? Welche Einflüsse ergeben sich für die Stadtplanung? Können temporäre Projekte wie die Eichbaumoper nachhaltig urbane Prozesse beeinflussen oder mitgestalten? Welche Folgen ergeben sich für die kulturelle Produktion? Im Rahmen des Projektes Eichbaumoper wurde über theatrale Eingriffe in die Software der Stadt diskutiert, sie mit zeitgenössischen planerischen Arbeits- und Sichtweisen verglichen, auf gemeinsame Potenziale, Parallelen und Unterschiede untersucht. Entsteht hier eine neue Art von Planungskultur?
mit
Werner Ruhnau, Architekt, Essen |
Amelie Deuflhard, Künstlerische Leiterin Kampagne l Hamburg |
Dirk Haas, RE.FLEX architects, Essen |
Stefan Shankland, Künstler, Paris |
Andy Brauneis, Architekt, Augsburg |
Lukas Matthaei, Berlin |
Michael Schulz, Generalintendant MIR |
Anselm Weber, Intendant Schauspiel Essen |
Holger Bergmann, Künstlerischer Leiter Ringlokschuppen Mülheim |
Matthias Rick, raumlaborberlin, und
Jan Liesegang, raumlaborberlin |
moderiert von Ulrike Rose, StadtBauKultur NRW und Benjamin Foerster-Baldenius,raumlaborberlin im Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen |
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In einer Opernbauhütte vor Ort entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Spezialisten der Disziplinen Komposition, Text und Raum in Auseinandersetzung mit den alltäglichen Bedingungen des Ortes eine neue Form von Oper. Mit der Opernbauhütte ist in der Zwischenzeit ein Ort entstanden, der den Bürgern im Stadtteil als Anlaufstelle und verschiedensten Veranstaltungsformaten als ein Zuhause dient. So auch der OpernbauBar, die nach den Vorstellungen der Eichbaumoper stattfindet.
Das Architekturbüro raumlabor_berlin organisiert diesen Prozess als künstlerische Leitung und betreut gemeinsam mit den Dramaturgien von Schauspiel Essen, dem Musiktheater im Revier und dem Ringlokschuppen Mülheim. Darüber hinaus entwickelt das Büro raumlabor_berlin den räumlichen Entwurf der Eichbaumoper und ist für die bauliche Umsetzung verantwortlich.
Bevor die Eichbaumoper eine Opernbühne und ein Stück Musiktheater wird, ist sie Prozess und Kommunikation, Forschung und Experiment, Gespräch und Begegnung. Der Ort, in dem all das stattfindet, ist die „Opernbauhütte“, die raumlabor_berlin in der Entwicklungsphase der Oper an der Haltestelle errichten wird. |
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Das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Schauspiel Essen, der Ringlokschuppen Mülheim und das Büro raumlabor_berlin haben gemeinsam an der Realisierung der Vision Eichbaumoper gearbeitet und sie zur Premiere am 24. Juni 2009 gebracht. Eine Vision der Transformation der U-Bahnstation Eichbaum in der Peripherie zwischen Mülheim und Essen in ein Opernhaus. „Eichbaum“ ist das Paradigma einer verlorenen Utopie, ein Un-Ort, der scheinbar das Ende jeder Hoffnung markiert. Bauliche Maßnahmen und Appelle bleiben wirkungslos: der Ort widersetzt sich allen pragmatischen Zugriffen.
Die Eichbaumoper bezeichnet gleichermaßen:
eine U-Bahnhaltestelle, die zum Opernhaus wird, Kompositionen und Libretti, die dort geschrieben werden, ein Musiktheater, das an diesem Ort zur Aufführung kommt, Publikum, das an der Entstehung der Oper beteiligt ist, Arbeitstechniken und Prozesse, die die Entstehung der Eichbaumoper organisieren. Die Oper verwandelt diesen Ort, indem sie sich ihm stellt. Sie muss ihm zuhören und ihn erleiden, ihn aushalten und neu entwerfen. Sie muss ihn in die Zukunft entwerfen und aus der Erinnerung der Menschen holen. Deshalb muss sie an diesem Ort sein und in diesem Ort wohnen. Nicht über die Menschen dort sprechen, sondern mit ihnen. Nicht Geschichten erfinden, sondern mit den Geschichten und den Menschen den Ort neu erfinden. Wenn ihr das gelingt, dann hat die Oper sich geöffnet und ins Gespräch gefunden. So kann sie den Hoffnungen einen Raum geben. |
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Eichbaum Countdown ist ein Projekt von raumlaborberlin und Ringlokschuppen Mülheim. es richtet sich an alle junge Menschen, welche die Station nutzen oder auf eine andere Weise mit der Umgebung verbunden sind. Das Ziel ist es herauszufinden, wie Jugendliche den Ort an der Haltestelle "Eichbaum" nutzen, mit ihnen über Interessen, Wünsche und Nutzungsvorschläge zu diskutieren und verschiedenen Möglichkeiten der Aktivierung auszuloten. Auf dem Weg dorthin werden sich die Jugendlichen mit dem Ort auseinandersetzen, ihre Wünsche und Bedürfnisse, aber auch die Potenziale des Ortes erforschen und kartieren. Diese Elemente werden die Grundlage einer gemeinsamen Vision, dessen mögliche Realisierung ebenfalls mit den Stadtplanungsbehörden diskutiert werden soll. |