Baukultur Salon
Träger
StadtBauKultur NRW
Kooperationspartner
RUHR.2010 GmbH, jeweils lokale Partner aus den bisherigen
Kulturhauptstädten
Thema
Öffentlicher Raum
Gestaltqualität
Vermittlung/ Planungskommunikation
Art
Veranstaltungsreihe
Ort
stadtbauraum (Gelsenkirchen)
verschiedene Städte in 2010
Laufzeit
2007 ff. |
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© stadtbauraum, Gelsenkirchen | Architekten PFEIFFER · ELLERMANN · PRECKEL (Umbau und Erweiterung) | Baukultur Salon Hamburg | Fotos: Ilka Drnovsek, Essen
Der Baukultur Salon des Europäischen Hauses der Stadtkultur begleitete als Veranstaltungsreihe den Diskurs um die baukulturellen Aktionen und Projekte in der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Die Salon-Gespräche widmeten sich von 2007 bis zum Jahr 2010 insgesamt 14 europäischen Kulturhauptstädten, die mit ganz unterschiedlichen Ansätzen die Baukultur zum Programm erhoben. Baukultur Salon auf Reisen Für das Kulturhauptstadtjahr entwickelte das Europäische Haus der Stadtkultur ein neues Format: den Baukultur Salon auf Reisen. Von Juli bis August 2010 fanden Salon-Abende in Berlin, München, Hamburg und Leipzig statt, jeweils mit Partnern vor Ort und eingebunden in die lokale Baukultur-Debatte. Der Baukultur Salon war eine kommunikative Plattform und ein Ort der Begegnung von Gleichgesinnten, Interessierten und Machern aus aller Welt, die sich allesamt für die Verbesserung der gebauten Umwelt einsetzen und die Baukultur als wichtige Zutat für die Zukunft der Städte erkannt haben. |
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| » Rückblick 2010 |
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» Berlin, Galerie Aedes Pfefferberg Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 hat erstmalig in der Geschichte der Kulturhauptstadt-Initiative der Europäischen Union die Kreativwirtschaft als Programmbereich neben den klassischen Kultur-Sparten aufgenommen.
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» München, Architekturklub A5 Der Mythos von rauchenden Schloten, „verstaubter Sonne“, kaum Hochkultur und dreckigen, zubetonierten Städten im Ruhrgebiet existiert noch immer in den Köpfen vieler, die die Region nicht kennen.

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» Hamburg, Literaturhaus Thema war die Inwertsetzung vergessener Räume durch Kunst. Im Mittelpunkt der lebhaften Diskussion standen die Projekte EMSCHERKUNST.2010 und „Akademie einer anderen Stadt“ (IBA Hamburg).

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» Leipzig, Galerie für Zeitgenössische Kunst Wie unterscheiden sich die Aufgaben der Umgestaltung in Leipzig und dem Ruhrgebiet, welche Rolle kommen Kunst und Kultur zu, wie sieht das Besucherprofil der kulturellen Institutionen in diesen beiden Regionen aus, denen gemeinsam ist, dass ihnen eine bürgerliche Mitte fehlt?
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| » Rückblick 2009 |
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» Linz 2009 Kulturhauptstadt – eine Bauaufgabe oder ein Aufruf an die Zivilgesellschaft? Mit knapp 200.000 Einwohnern ist Linz die drittgrößte Stadt Österreichs. Als Nabel der Welt galt Linz deshalb noch lange nicht. Kein Barock-Charme, keine Pferdekutschen-Romantik, nicht einmal ein Alpenpanorama hat Linz zu bieten.

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» Vilnius 2009 & Tallinn 2011 Die beiden baltischen Städte stellen sich der Herausforderung, den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ mit Leben zu füllen. Projekte wie „Kunst an ungewöhnlichen Orten“, „Das neue Gesicht der Stadt“ oder „Urbane Geschichten“ in Vilnius versuchen dem kulturellen Anspruch ein einprägsames Bild und eine spürbare Festlichkeit zu verleihen.

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» Porto 2001 & Guimaraes 2012 „Brücken in die Zukunft“ war das Motto der Europäischen Kulturhauptstadt Porto 2001 und gleichzeitig Initialzündung für die längst überfällige Stadtsanierung. Guimaraes verspricht sich von den Impulsen eine Strahlkraft in die Zukunft mit verbesserten Infrastrukturen zum Leben und Arbeiten.

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» RUHR.2010 Im Kulturhauptstadtjahr steckt eine Chance für die Bewohner der Region Ruhr sich dem Begriff Heimat neu zu stellen und die Fragen zu stellen: Wie wohnen wir? Wo halten wir uns gerne auf? Wie werden sich die Städte in naher Zukunft verändern? Wie wird sich die Region weiterentwickeln?

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| » Rückblick 2008 |
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» Istanbul 2010 Es ist schon eine Besonderheit, dass ein nicht zur Europäischen Union zugehöriges Land, den von eben dieser Instanz in 1985 initiierten Titel verliehen bekommt. Besonders erstaunlich ist es, dass die erfolgreiche Bewerbung auf eine komplett bürgerliche Initiative mit ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Persönlichkeiten zurückgeht.

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» Glasgow 1990 Mit der erfolgreichen Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 1990 zelebrierte Glasgow den Weg aus der Krise mit Kunst und Kultur. Das Konzept zielte auch auf einen Imagewandel, eine Stadterneuerung sowie der Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität ab.

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» Liverpool 08 Mit dem Kulturhauptstadtjahr verbindet sich eine neue Zuversicht: der Bevölkerungsschwund konnte gestoppt werden, jedes öffentlich investierte Pfund zieht zehn Pfund an Privatinvestitionen nach sich.

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» RUHR.2010 Aufbauend auf den Errungenschaften der IBA Emscher Park will RUHR.2010 erneut Kunst und Baukultur als Motor der Veränderung nutzen. Bewusst wurde das Programm nicht in Sparten, sondern nach Metropolenbegriffen unterteilt, um die Besonderheit der Städtepartnerschaften in der Organisation der einzelnen Projekte herauszustellen.

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| » Rückblick 2007 |
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» Rotterdam
2001 „Rotterdam ist viele Städte“ – Eines der Projekte war „At
home in Rotterdam“. Die Kulturhauptstadtbesucher konnten 40
Wohnungen aus unterschiedlichen Jahrzehnten – über die Stadt
verteilt – besuchen und ganz nebenbei die dazugehörigen Stadtteile
kennen lernen.

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» Luxemburg 2007 Die
Stadt ist „mittendrin“ und beschäftigt sich mit
entsprechenden Präsentationen, Veranstaltungen und baukulturellen
Aktivitäten. Es war es für viele Interessierte aus dem
Ruhrgebiet spannend, die Aktionen, aber auch die Stimmung in so
einem wichtigen Jahr zu „schnuppern“.

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» Lille 2004 Bis in die 60er Jahre
war die Region um Lille herum eine der wichtigsten industriellen
Zonen Frankreichs.
Dann brach die Schwerindustrie zusammen, die Textilproduktionen
wurden in die Billiglohnländer verlagert und Hunderte Fabriken
schlossen, Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Die Industriestadt
Lille verschwand von der Landkarte Frankreichs und Europas.

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» Graz 2003 Grundidee aller Aktionen war zum einen, die Grazer mitzunehmen in
das „Kulturjahr“, sich in der Stadt und im Land Österreich
offensiv als kulturelles Zentrum zu präsentieren und Kultur
als Teil des alltäglichen Lebens sichtbar zu machen.

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» RUHR.2010 Das Ruhrgebiet ist ein Konglomerat aus 53 Städten und
Gemeinden, verbunden durch eine industrielle Vergangenheit und dem
Willen zum mutigen Weg in die Zukunft. Was kann eine Kulturhauptstadt
Europas beitragen zu einem nachhaltigen Transformationsprozess?

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| Rückblick 2010 Mit den spannendsten Projekten aus dem Bereich „Metropole gestalten“ der RUHR.2010 im Gepäck bereiste der Baukultur Salon in 2010 Berlin (14.07.), München (22.07.), Hamburg (05.08.) sowie Leipzig (19.08.) und machte Werbung für die Region im Wandel. In den lebhaften Diskussionen mit dem Publikum wurde deutlich, wie stark die klassischen Bilder aus dem Ruhrgebiet von Kohle und Stahl in den Köpfen der Nicht-Ruhrgebietler noch präsent sind. Beim Blick hinter die Kulissen ergab sich ein – manchmal vollkommen – neues Bild einer Metropolregion, die mit den vielfältigen Aktivitäten während des Kulturhauptstadtjahres beweist, welche Freiräume sie Künstlern aus Theater, Museum, Bildender Kunst bietet, den Wandel des Ruhrgebiets zu begleiten. Die Wandlung des Ruhrgebiets in eine regionale Kulturmetropole steht jedoch noch aus. Auch die großen strukturellen Probleme können die Projekte der Kulturhauptstadt nicht lösen. Aber EMSCHERKUNST.2010, B1 | A40 Die Schönheit der großen Straße oder Kreative.Quartiere zeigen die Potenziale und weisen der Stadtentwicklung neue Wege auf; manchmal hautnah durch einen Weg, der die bisher kaum zugängliche Emscherinsel für Anrainer und Besucher erlebbar macht. |
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Rückblick 2009 In seinem dritten Jahr warf der Baukultur Salon einen Blick auf die Baukultur der Europäischen Kulturhauptstädte Linz 2009 (07. Mai 2009), Vilnius 2009 / Tallin 2011 (25. Juni 2009) und Porto 2001 / Guimaraes 2012 (10. September 2009). Der vierte Baukultur Salon (12. November 2009) präsentierte das finale Baukultur-Programm der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und stellte es zur fachlichen Diskussion. Dabei ist deutlich geworden, dass im Kulturhauptstadtjahr eine Chance liegt, die Ruhrgebietsspezifischen Qualitäten herauszustellen: die Menschen und ihre Mentalität, die kulturelle Vielfalt, die die vielen Einwanderer mit im Gepäck hatten, den Fußball, die Kohle und den Stahl, die Ruhrgebietslandschaften, die Arbeitersiedlungen, die Theater, Museen und die vielen Transformations-architekturen. Positiv in die Zukunft lassen die Erfahrungen von Porto blicken. Dort konnten die vielen „Brücken in die Zukunft“ nur durch die sehr intensive Auseinandersetzung mit den Bürgern der Stadt und deren aktiven Beteiligungen realisiert werden. Auch wenn nicht alle Projekte umgesetzt und nicht alle Barrieren überwunden wurden, der positive Nachhall des Kulturhauptstadtjahres wirkt weiter.
In der Entwicklung des Programms für das Kulturhauptstadtjahr in Tallinn ist dabei die Frage „Kulturhauptstadt ohne Geld?“ wie in Vilnius eine virulente. Zwar ist das Konzept zur Durchführung von Tallinn 2011 noch nicht beschlossen, aber angesichts des knappen Budgets werden viele künstlerische Ansätze eingeplant, die auf die Solidarität der Kulturschaffenden setzen. Auch Vilnius muss ein Programm auf die Beine stellen ohne auf ein großes finanzielles Polster zurückgreifen zu können. Doch trotz der Budgetkürzungen von über 40 Prozent zielt die Kulturhauptstadt nicht nur auf Kultur, sondern auch auf die Verbesserung der Infrastruktur ab. |
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| Rückblick 2008 Am 08. Mai 2008 startete der Baukultur Salon sein zweites Veranstaltungsjahr mit einer Diskussion rund um die Baukultur Istanbuls, die neben dem Ruhrgebiet und dem ungarischen Pécs in 2010 den Titel Europäische Kulturhauptstadt trägt. Der Baukultur Salon Istanbul 2010 ließ viel Aufbruchstimmung spüren und hat deutlich gezeigt, dass das Ruhrgebiet und die Türkei schon jetzt einen engen Dialog führen, den sie bis 2010 noch intensivieren wollen (Beispiel dafür ist das Projekt Temporäre Stadt an besonderen Orten, dass im Europäischen Haus der Stadtkultur entwickelt wurde). Der Baukultur Salon Glasgow 1990 am 19. Juni 2008 machte deutlich, dass das verbindende Element zwischen Glasgow und dem Ruhrgebiet insbesondere die noch anhaltende Bewältigung des Strukturwandels und seinen Folgen ist. Zu Gast im stadtbauraum waren auch die Macher der in 2008 aktuellen Europäischen Kulturhauptstadt. Mit ihrem Selbstvertrauen und ihrer Aufbruchstimmung zeigt Liverpool 08, was auch für die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 möglich sein kann. Im Mittelpunkt des letzten Salons in 2008 standen wie im vorangegangenen Jahr die aktuellen Planungen der RUHR.2010 im Themenfeld „Stadt der Möglichkeiten“. Resümierend ist festzuhalten, dass eine der wichtigsten Botschaften der vergangenen Salons für die Zukunft, der Aufruf zur Unangepasstheit an die Macher von RUHR.2010 war; die Aufbruchstimmung, die mit dem Kulturhauptstadtjahr einherginge, für zukünftige Visionen und Experimente zu nutzen. |
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Rückblick 2007 In der ersten Phase im Jahr 2007 widmete sich der Baukultur Salon vier europäischen Kulturhauptstädten, die auf ihre ganz eigene Art und immer den Begabungen des Ortes folgend, die Baukultur zum Programm gemacht haben – Rotterdam 2001, Luxemburg 2007, Lille 2004 und Graz 2003. Der fünfte Baukultur Salon rückte die Kulturhauptstadt RUHR.2010 in den Mittelpunkt. So unterschiedlich die Präsentationen, Diskussionsteilnehmer und baukulturellen Programme auch sein mochten, das beherrschende Thema aller Baukulturabende ging der Frage nach: Kann ein temporäres Großereignis wie die Europäische Kulturhauptstadt nachhaltig die Entwicklung einer Stadt oder Region verändern?
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