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Seit 2007 begleitete der Baukultur Salon die Planungen zur Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010. Regelmäßig trafen sich europäische Kulturhauptstadt-Macher im Gelsenkirchener stadtbauraum zur öffentlichen Diskussion. Das Abendprogramm eröffnete Einblicke in die Erfahrungswerte unserer europäischen Nachbarn; zwei der wichtigsten Fragen standen dabei immer wieder im Mittelpunkt der Debatten: „Welche Projekte haben nachhaltige Wirkung auf die Stadtentwicklung gehabt?“ oder „Warum sind einige Vorhaben gescheitert und andere nicht?“
Mit den spannendsten Projekten aus dem Bereich „Metropole gestalten“ der RUHR.2010 im Gepäck bereiste der Baukultur Salon in 2010 Berlin (14.07.), München (22.07.) im Rahmen der Architekturwoche München A5, Hamburg (05.08.) sowie Leipzig (19.08.) und warb für die Region im Wandel.
Rückblick 2009
In seinem dritten Jahr warf der Baukultur Salon einen Blick auf die Baukultur der Europäischen Kulturhauptstädte Linz 2009 (07. Mai 2009), Vilnius 2009 / Tallin 2011 (25. Juni 2009) und Porto 2001 / Guimaraes 2012 (10. September 2009). Der vierte Baukultur Salon (12. November 2009) präsentierte das finale Baukultur-Programm der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und stellte es zur fachlichen Diskussion. Dabei ist deutlich geworden, dass im Kulturhauptstadtjahr eine Chance liegt, die Ruhrgebietsspezifischen Qualitäten herauszustellen: die Menschen und ihre Mentalität, die kulturelle Vielfalt, die die vielen Einwanderer mit im Gepäck hatten, den Fußball, die Kohle und den Stahl, die Ruhrgebietslandschaften, die Arbeitersiedlungen, die Theater, Museen und die vielen Transformations-architekturen. Positiv in die Zukunft lassen die Erfahrungen von Porto blicken. Dort konnten die vielen „Brücken in die Zukunft“ nur durch die sehr intensive Auseinandersetzung mit den Bürgern der Stadt und deren aktiven Beteiligungen realisiert werden. Auch wenn nicht alle Projekte umgesetzt und nicht alle Barrieren überwunden wurden, der positive Nachhall des Kulturhauptstadtjahres wirkt weiter.
In der Entwicklung des Programms für das Kulturhauptstadtjahr in Tallinn ist dabei die Frage „Kulturhauptstadt ohne Geld?“ wie in Vilnius eine virulente. Zwar ist das Konzept zur Durchführung von Tallinn 2011 noch nicht beschlossen, aber angesichts des knappen Budgets werden viele künstlerische Ansätze eingeplant, die auf die Solidarität der Kulturschaffenden setzen. Auch Vilnius muss ein Programm auf die Beine stellen ohne auf ein großes finanzielles Polster zurückgreifen zu können. Doch trotz der Budgetkürzungen von über 40 Prozent zielt die Kulturhauptstadt nicht nur auf Kultur, sondern auch auf die Verbesserung der Infrastruktur ab.
Rückblick 2008
Am 08. Mai 2008 startete der Baukultur Salon sein zweites Veranstaltungsjahr mit einer Diskussion rund um die Baukultur Istanbuls, die neben dem Ruhrgebiet und dem ungarischen Pécs in 2010 den Titel Europäische Kulturhauptstadt trägt. Der Baukultur Salon Istanbul 2010 ließ viel Aufbruchstimmung spüren und hat deutlich gezeigt, dass das Ruhrgebiet und die Türkei schon jetzt einen engen Dialog führen, den sie bis 2010 noch intensivieren wollen (Beispiel dafür ist das Projekt Temporäre Stadt an besonderen Orten, dass im Europäischen Haus der Stadtkultur entwickelt wurde). Der Baukultur Salon Glasgow 1990 am 19. Juni 2008 machte deutlich, dass das verbindende Element zwischen Glasgow und dem Ruhrgebiet insbesondere die noch anhaltende Bewältigung des Strukturwandels und seinen Folgen ist. Zu Gast im stadtbauraum waren auch die Macher der in 2008 aktuellen Europäischen Kulturhauptstadt. Mit ihrem Selbstvertrauen und ihrer Aufbruchstimmung zeigt Liverpool 08, was auch für die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 möglich sein kann. Im Mittelpunkt des letzten Salons standen wie im vorangegangenen Jahr die aktuellen Planungen der RUHR.2010 im Themenfeld „Stadt der Möglichkeiten“. Resümierend ist festzuhalten, dass eine der wichtigsten Botschaften der vergangenen Salons für die Zukunft, der Aufruf zur Unangepasstheit an die Macher von RUHR.2010 war; die Aufbruchstimmung, die mit dem Kulturhauptstadtjahr einherginge, für zukünftige Visionen und Experimente zu nutzen.
Rückblick 2007
In der ersten Phase im Jahr 2007 widmete sich der Baukultur Salon vier europäischen Kulturhauptstädten, die auf ihre ganz eigene Art und immer den Begabungen des Ortes folgend, die Baukultur zum Programm gemacht haben – Rotterdam 2001, Luxemburg 2007, Lille 2004 und Graz 2003. Der fünfte Baukultur Salon rückte die Kulturhauptstadt RUHR.2010 in den Mittelpunkt. So unterschiedlich die Präsentationen, Diskussionsteilnehmer und baukulturellen Programme auch sein mochten, das beherrschende Thema aller Baukulturabende ging der Frage nach: Kann ein temporäres Großereignis wie die Europäische Kulturhauptstadt nachhaltig die Entwicklung einer Stadt oder Region verändern? |
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